Die dritte Männertagstour ohne unseren Kelly - es tut immer noch weh. Wolfgang hat, wie im letzten Jahr, wieder mit seiner Band "Lostalos"
am eigentlichen Männertag eine Mucke und gebeten, eine Woche eher mit der Tour zu starten. Wie üblich, haben wir während der Fünf-Flüsse-Tour
über die nächste Tour beraten. Und die Entscheidung fiel auf "Radeln entlang der Schlei". Bereits im Juni 2024 bucht der Elch die "Pfarrhaus-Ferienwohnung" in
Kappeln. Drei Schalzimmer, zwei Bäder und ein ein Gäste-WC in unmittelbarer Zentrumsnähe - das sollte passen. Da der Elch bereits 2022 hier eine Woche mit
seiner Frau Radeln war, übernimmt er auch die weitere Planung und Organisation für die diesjährige Tour. Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.
Für 15:00 Uhr ist Treffpunkt an der ARAL-Tanke in Kappeln vereinbart. Das klappt natürlich wunderbar und wir können dort nach einer
kurzen Wartezeit auch den Schlüssel für die FEWO in Empfang nehmen. Die Wohnung ist super augestattet und bietet auch Platz für unsere drei Autos.
Die Fahräder können in der Garage sicher und geschützt geparkt werden. So soll es sein. Wir beziehen die Zimmer und dann geht es auch schon auf eine
kleine Runde in den Ort, der nur wenige Meter unterhalb der Fereinwohnung erreicht wird. Wir finden in der Gaststätte "Kombüse" Platz, um zu speisen.
Natürlich steht Fisch auf den Speisezettel - wir sind ja schließlich an der Ostsee. Waldi nimmt einen Labskaus, der wirklich sehr lecker zubereitet ist.
Auch geschmacklich allererste Sahne. Auch die anderen sind beeindruckt von der Qualität des Essens. Da werden wir in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen.
Beim Weg zurück zur Wohnung entdecken wir die herrliche kleine Freiluft-Kneipe "Bude 54" mit genialem Getränke-Angebot. Als nix wie rein und ein paar Flens ordern.
Für jedes Flens gibt's ein Rubbellos - und sieh da - Basecap und Kühltasche von Flens sind unser.
Unmittelbar an der Schlei und nur wenige Meter entfernt von der "Kombüse" gibt es einen sehrt guten Bäcker, der auch Frühstück anbietet. Das werden wir heute
mal ausprobieren. Und wir werden nicht enttäuscht. Wir nehmen pro Nase eine Großes Frühstück - zwei Brötchen nach Wahl - vier Belege nach Wahl - zwei große Stück
Butter und ein Kaffee - das Ganze für geschmeidige 7.5 €uronen - dann kann man wirklich nicht meckern. Wir beschließen, jeden Morgen dort hin zu gehehen. Nachdem wir
ordentlich gestärkt sind, starten wir zur ersten Tour. Das Wetter ist absolut radfahrtauglih - bei Temperaturen knapp unter 20 °C und meistens blauen Himmel.
Das erste Zwischenziel ist Olpenitz - eine kleine Halbinsel direkt vor hinter der Schleimünde.
Dort befindet sich das Ostseeresort Olpenitz - auch Port Olpenitz genannt. Es wundert nicht, dass der Investor 2024 Insovenz angemeldet hat. Das ganze
Areal mit mehreren Tausend Wohnungen und hunderten Häusern wirkt wie eine Schlafstadt - also potthäßlich. Wie kann man so etwas überhaupt genehmigen ? Wir schauen
uns das Elend an und sind auch schon bald unterwegs entlang der Ostsee. Nach kurzer Zeit sind wir in Schönhagen, wo es das erste Fischbrötchen gibt. Zwei überaus
nette Bosnieer betreiben hier einen Getränke und Imbiss-Kiosk. Weiter führt der Weg nach Damp - ein großes und bekanntes Ostseebad. Dann führt der Weg ins Inland in
Richtung Schlei, wo wir die Fähre nach Arnis ansteuern. Hier gibt es einen bekannten Bäker mit super Angebot an selbstgebackenem Blechkuchen.
Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Danach sind die wenigen Kilometern bis Kappeln auch schell geschafft. Am Ende des Tages sind es gute 50 Kilomter, die wir gefahren sind.
Nach kurzem Stopp in der FEWO rücken wir zum Abendessen wieder in die Kombüse ein. Die Bude 54 wird danach natürlich besucht. Heute gibt es Gin Toniq -
überaus nett serviert.
Auch der heutige Tag beginnt wieder mit einem schönen Frühstück beim Bäcker. Das Wetter soll im Laufe des Tages noch besser werden als gestern.
Daher wollen wir eine Runde um die Geltinger Birk machen. Das ist ein Naturschutzgebiet nördlich von Kappeln, das mman komplett auf einem super ausgebauten
Radweg immer in unmittelbarer Nähe zur Ostsee umrunden kann. Wir fahren daher erstmal landeinwärts bis Gelting, wo wo aus man den eigentlichen Radweg bei
Wackerballig schnell erreicht. Gleich am Eingang zur Birk zieht die Windmühle Charlotte die Blicke auf sich. Am kleinen Imbiss legen wir eine kurze Rast ein,
um uns mit einem alkoholfreihen Flens zu stärekn - im Naturschutzgebiet darf nämlich kein Alkohol ausgeschenkt werden (Hi-Hi-Hi). Der Leuchtturm von Falshöft
ist schon von weitem zu erkennen. Wir orientieren uns weiter nah an der Ostsee, den wir möchten noch bis Maasholm, wo hoffentlich einige Fischbrötchen auf uns warten.
Der Weg wir zunehmend beschwerlich. Oft nur wenige Zentimeter Platz und man muß ganzschön aufpassen. Zur linken die Ostsee - die Dünen ausgewaschen und oft müssen
wir absteigen, da wir sonst im tiefen Sand stecken bleiben würden. Das hat aber auch den Vorteil, dass die Gegend immer urwüchsiger wird und der das Wasser immer klarer.
So läßt es sich der Elch nicht nehmen und testet die Wassertemperatur. Wir nähern uns Maasholm - der Wind wird immer stärker und treibt Unmengen übel riechendes Brackwasser
in die kleine Bucht vor Maasholm. Das sind bestimmt die ersten Vorboten des Sturms, der für den morgigen Taeg angekündigt ist. Die Suche nach einer Fischbude
gestaltet sich komplizierter als gedacht - im Hafenbereich tote Hose - alles geschlossen. Erst als wir schon aufgeben wollen und den Rückweg antreten, finden wir
einen kleinen Laden, wo super Fischbrötchen verkauft werden. Okay - alles richtig gemacht.
Bis Kappeln sind es noch 12 Kilometer - was den Tageszähler auf insgesamt 55 Kiometer steigert. Zum Essen dann wieder - nah Ihr ahnt es schon - in die Kombüse. Nachdem auch Paul gestern einen super Labskaus gegessen hat, probiert der Elch
heute auch so ein Teil. Der sieht aber so gar nicht lecker aus. Der Bismark-Hering ist eher dunkelgrau und richt etwas komisch. Auch die Kartoffel-Rindfleich-RoteBeete-Mischung,
also der eigentliche Labkaus hat eine aschgraue Farbe - und genauso schmeckt alles. Der Elch läßt fasst alles liegen und die Kellnerin nímmt den Labskaus
anstandslos von der Rechnung. Danach wird der Geschmack in der Bude 54 mit 2 Gin Tonic runter gespült.
Sturmtag an der Schlei - zum Glück ohne Regen. So bietet sich eine Tour direkt an der Schlei an. Das erste Ziel ist das Cafe Lindauhof - besser bekannt unter dem Namen
"Cafe im Landarzt-Haus". Bekannt geworden ist der Lindauhof durch die bekannte TV- Serie „Der Landarzt“, die im Vorabendprogramm des ZDF lief. Hier warten
leckere Torten und Kuchen aus eigener Herstellung auf uns. Doch da müssen wir erst einmal hinkommen. Blos gut, dass wir alle mit E-Bikes unterwegs sind. Der angekündigte
Sturm hält was er verspricht - steife Brise aus westlicher Richtung - also genau ins Gesicht. Das muß das Unterstützungs-Level des Bikes hochgefahren werden, um einigermaßen
voranzukommen. Im Landarzt-Cafe angekommen, finden wir eine Vitriene mit gigantischen Torten - da bleibt wirklich kein Wunsch offen. Und da sogar die Sonne mit einigen
wärmenden Strahlen durch die Wolken schaut, können wir das Ganze sogar im windgeschützten Garten das Cafes genießen. Schön gestärkt sind auch die nächsten 15 Kilometer bis zur
Fähre nach Missunde trotz enormen Gegenwind gut zu schaffen. Auf der gegenüberliegenden Seite heißt die Devise - bei genialem Rückenwind zurück nach Kappeln. In Rieseby
stoppen wir kurz an der Mühle Anna, die jedoch leider geschlossen ist. Dafür hat wenige Meter weiter das Krog Café offen, wo wir den Tank mit Flens aufladen können, ehe es
auf die letzte Teilstrecke nach Kappeln weiter geht. Die letzten 5 Kilometer weht der Wind das wieder sehr heftig und es wird extrem frisch auf dem Bike. In Kappeln
angekommen, soll ein Fischbrötchen her. Unmittelbar hinter der großen Schleibrücke befindet sich Juttas Fischpavilion, welches der Elch noch von seinem Urlaub vor 3 Jahren
in guter Erinnerung hat. Auch heute werden wir nicht enttäuscht - es gibt die besten Fischbrötchen, die wir währen den letzten drei Tage bekommen haben. Am Abend lädt
Waldi anläßlich seines 70-sten in die Gaststätte "Pallette" ein. Das Essen hier ist wirklich ausgezeichnet - alle sind voll des Lobes. Trotz des heftigen Sturmtages sind
es dann 67 Kilometer geworden, die wir heute gefahren sind. Morgen ist Regen angekündigt und wir suchen nach einem Alternativprogramm.....
Die Alternative für den heute angekündigten Regen heißt - mit dem Auto nach Eckernförde und dort ein wenig rumbummeln. Das klappt auch ziemlich gut, denn es gibt
zwischendurch auch mal regenfreie Zeiten. Direkt im Zentrum finden wir einen prima Parkplatz, den Wolfgang fix mit der "Easy-Parking-App" bucht. Das hat den riesigen
Vorteil, dass wir nach Ablauf der vorerst gebuchten drei Stunden Online verlängern können. An der Strandpromende führt uns der Weg in die Fußgängerzone, wo wir
erstmal den Alolol-Pegel auf Vordermann bringen. Im "Luzifer" genehmigen wir und das in Schlesweig gebraute "Asgaard" - auch das göttliche genannt. Ein wirklich
sehr gutes Bier, dass man jedoch nicht in Supermärkten zu kaufen bekommt. Es ist nur in den sechs Luzifer-Restaurants im Norden erhältlich - eigentlich Schade. Im
Gegensatz zu Kappeln hat Eckernförde ein florierende Innenstadt mit vielen Geschäften. Es fällt postiv auf, dass darunter sehr viele lokale Anbieter sind. Der Weg führt uns
zur "FischZeit – Die Fischbrötchen-Manufaktur", wo es bekanntermaßen die besten Fischbrötchen der Region gibt. Wir werden nicht enttäuscht - auch heute sind die
Teile allererste Sahne. Wir gehen den gleichen Weg zurück. Kurz vor dem Parkplatz überrascht und dann doch noch eine schöne Regenhusche. Zum Essen möchten wird ins
"Andronaco Grande Mercato Bistro" - ein italienischer Supermarkt mit integriertem Restaurant. Das Essen hier ist überaus köstlich und preiswert. Im Supermarkt wird
noch ein leckerer Grappa für den Abend eingekauft. Abends gibt es dann noch den ersten Teil der Relegation zur Bundesliga - Hut ab - die Elversberger sind wirklich
ein Klasse Team. Hoffentlich können sie kommende Woche den Sack zumachen.
Der letzte Tag der diesjährigen Tour ist zum Glück regenfrei, allerdings immer noch sehr stürmisch. Wir wollen daher noch eine kleine Runde in Richtung Ostsee machen.
Es geht wieder in Richtung Gelting, alledings auf einer anderen Route als vor 3 Tagen. Der erste Stop ist im "Fähr-Café Bonsberg Hotel - Restaurant". Von hier aus rollen wir
im großen Bogen wieder zurück nach Kappeln. Der Elch schaut sich noch etwas beim "Outdoor-Ole" um, während die anderen ein leckeres Eis in der Kombüse essen. Wir gehen
kurz in die Wohnung, ehe es zum letzten Abendmahl wieder in die Kombüse geht. Heute kein Labskaus - sondern ein leckerers Schnitzel. Natürlich fehlt auch am letzten
Abend der Abstecher in die Bude 54 nicht, wo der obligatorischen Gin Tonic genossen wird.
Das wirklich letzte Geld aus der Gemeinschaftskasse wird wieder beim Bäcker für ein gutes Frühstück investiert. Es folgt die Verabschiedung und die Heimfahrt. Alle kommen
gut zu Hause an. Für das kommende Jahr haben wir eine Radtour am IJsselmeer in Holland geplant....