Die zweite Männertagstour ohne unseren Kelly - noch immer können wir uns nicht daran gewöhnen, dass der Initiator unsrer vielen
Touren nicht mit von der Partie ist. Wolfgang hat, wie im letzten Jahr, wieder mit seiner Band "Lostalos" am eigentlichen Männertag eine Mucke und gebeten,
eine Woche später die Tour zu starten. Er organisiert bereits Ende 2023 die diesjährige Radtour in Franken. Für sechs Übernachtungen sind die Hotels gebucht.
Es gibt wieder eine kleine Prenmiere. Wir wollen die Klamotten auf den Bikes trasnportieren. Das sollte kein Problem werden, denn mittlerweile sind alle
"elektrisch unterwegs". Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.
Für 15:00 Uhr ist Treffpunkt im "Novina Hotel Nürnberg" avisiert. Waldemar holt mich um 11:30 Uhr in Halle ab. Atze und Wolfganhg kommen wiedef aus Magdeburg und Paul
reist aus Berlin an. Alles klppt wieder mal tadellos und gegen 15:00 Uhr treffen wir uns in der Tiefgrarage des Hotels. Fahräder abbauen - einchecken - und ab mit
den Rädern in die Innenstadt von Nürnberg. Erster Stopp ist die coole Lokation "Lieblingsstrand Nürnberg", wo wir uns die ersten fränkischen Bieren einverleiben.
Preise wie immer "bayerisch" moderat - ich verstehe bis heute nicht, warum der Halbliter-Stoff bei uns 5 Euro kostet und in Bayern 3.20 € !! Weiter in Richtung
Innenstadt finden wir dass an der Heubrücke gelegene Restaurant "Luftsprung", wo wir köstlich speisen und mit dem dem Welterburger Klosterbrau eines der besten
Bieren der Tour bekommen. Da freunen wir uns jetzt schon auf den Besuch des Klosters in 3 Tagen.
Die erste Etappe unserer Rundtour beginnt. Wolfgang hat jeden Tage mit Komot geplant und mit 70 km Länge geht es heute schon mal ganz schön zur Sache. Ziel ist
Amberg. Unser Hotel Novina ist sehr günstig gelegen und so fahren wir schon bald entlang des Pegnitztals durch wunderschone Landschaften. Die Radwege sind durchweg Klasse -
teils gut asphaltiert und teils mit sehr schön festgefahrenem Split - es macht Spaß. Wir erreichen Lauf a.d.Pegnitz und direkt auf dem Markt legen wir die erste
Pause ein - höchste Zeit für eine "Halbe Helle" - es droht Unterhopfung. Immer weiter an der Pegnitz erreichen wir am Nachmittag Hersbruck - Zeit für ein Eis.
Nach einigen Suchen ist einen nette Eisdiele gefunden. Die Pause tut gut und gibt Kraft für dir nächsten 25 Kilomter, die es sehr beständig bergauf geht. Somit
hatte Komot mit der Bewertung "Schwere Tour" schon ein wenig Recht. Ohne unseren elektrischen Helferlein wäre das eine ziemliche Quälerei geworden. Kurz vor Sulzbach
ist der höchste Punkt des Tages erreicht. Jetzt geht es immer seicht bergab und wir sind froh als wir Tagesziel Amberg erreichen. Da wir uns doch einige Male
verfahren haben sind aud den geplanten 70 dann doch 80 Kilometer geworden. Meine Oberschenkel brennen zwar, aber ichh erst mal froh, dass mein Knie und die Hüfte
durchgehalten haben.
Unser Hotel "Bootshaus" liegt direckt am Wasser in der Innenstadt ist absolute Spitzen-Klasse - Top saniert - hoher Standard. Die E-Bikes können wir in einer
Garage parken. Wir checken ein und treffen uns wenig später zu einem kleinen Spaziergang in der Stadt. Ziel ist das Brauhaus "Schloderer Bräu". Hier gibt es
lecker Essen - meine Rippchen sind Spizenklasse. Leider kann man das vom Bier nicht sagen - alle gekosteten überzeugen uns nicht. Zurück im Hotel gint es
noch eine vernünfiges Bier, ehe es in die Betten geht. Ich bin ziemlich kaputt. Morgen stehen zum Glück nur 60 Kilometer auf dem Plan - na da bin ich gespannt.
Das exzellente Frühstück im Boosthaus paßt perfekt zum Embiente - es wird serviert. Alles super angerichtet und mit frischen Brot und Brötchen - dieses Hotel
kann ich nur wärmstens empfehlen. Frisch gestärkt gehen wir die zweite Etappe unserer Rundtour an - Ziel ist Regensburg - der Hauptstadt des Regierungsbezirks
Oberpfalz. Heute lernen wir dann auch die Vils kennen - den zweiten Fluss des Radweges. Die Vils erreichen wir kurz hinter dem Ortsausgang Amberg. Auch hier
sind die Radwege in einem tadellosen Zustand. Eine ganze Weile fahren wir auch auf dem "Bahntrassenradweg Amber-Schmidmühlen". Heute ist es nicht so einfach einen
passenden Biergarten zu finden. Viele habe geschlossen oder liegen entfernt der Route. Endlich finden wir in Emhof, kurz hinter Schmidmühlen etwas passendes.
Eine nette und überaus attraktive Dame betreibt hier gemeinsam mit Ihrem Bruder die "Gastwirtschaft Bauer" mit Biergarten. Endlich können wir die Tanks wieder auffüllen.
Die Dame meint, wir sollten uns unbedingt Kalmünz anschauen - die „Perle des Naabtals“. O.K also nicht wir los. Kalmünz ist bald erreicht. Hier fließen Vils und Naab
zusammen, wonit wir den dritten Fluß unserer Tour erreichen. Der Ort wirkt teilweise wie an eine große Felswand gemauert. Es ist ziemlich warm und so entschließen
wir uns eine weitere Pause einzulegen. Wir finden das kleine Wirtshaus "Zum Bürstenbinder". Es wirbt dem Spruch "Kleinstes Wirtshaus der Oberpfalz" und mit weit
über die Grenzen beknnten handgemachten "Bauchstecherla". In anderen Regionen Deutschlands werden die Teile auch als Schupfnudeln bezeichnet.
Wir genehmigen uns 2 Halbe, ehe es weiter an der Naab entlang geht.
Wir erreichen Regensburg an der Donau - der Viert Fluss der Tour. Und aus den avisierten 60 Kilometern sind wieder 72 geworden. Das "Hotel am Peterstor"
liegt sehr zentral in der Innenstadt - optimal um nach dem Checkin eine kleine Besichtigung zu starten. Wir überqueren die Steinerne Brücke und im Spitalgarten -
einem schicken Biergarten - kehren wir ein. Heute steht Scheuferl-Essen auf dem Program. Schmeckt ganz lecker, wenngleich ich in Franken schon viel
bessere gegessen habe. Zurück bis ins Hotel - das liegt in der Fröhlichen Türkenstraße. Direkt gegenüber dem Hotel besuchen wir die Musik-Cafe-Bar "Zur Couch" -
mit ihren zusammengesuchten Möbeln schon ein wenig speziell. Speziell sind auch die angebotenen Mixgetränke - will sagen - überteuert und gewöhnungsbedürftig.
O.K das war ein Reinfall. Morgen folgt ein kurzer Tripp nach Kehlheim.
Heute stehen laut Plan nur 40 Kilometer an. Ein Klacks gegenüber den zwei letzten Tagen. Aber Wolfgang wäre nicht Wolfgang, wenn er nicht noch ein-zwei Asse
im Ärmel hat. Damit ist die "Befreiungshalle" in Kehlheim und das Kloster Weltenburg gemient, die er beide gerne besuchen möchte - schaun wir mal! Die Donau
ist schon eine ganz andere Nummer als die bisherigen "Flüsschen". Das Wetter zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Nur mit den Biergärten sieht es nicht so
toll aus. In Oberndorf finden wir einen - fest in asiatischer Hand - zwei Halbe sind allermal drin.
Kurz nach Mittag sind wir schon in Kehlheim - die
Befreiungshalle ist weithin sichtbar. Wolfgang möchte sowohl die Halle als auch das Kloster per Fahrrad erreichen. Da nimmt ihm die Wirtin ein wenig den
Wind aus den Segeln. Per Rad zum Kloster - geht gar nicht - im Naturschutzgebiet ist alles neu gestaltet und d.h. wir E-Bikes müssen manchmal getragen werden.
O.K. also Variante zwei - mit dem Fahrgastschiff auf der Donau zum Kloster. Um 13:30 sind wir auf dem Schiff und los geht die 40 minütige Tour zum Kloster.
Der Captain erklärt alles prima und wir haben eine phantastischen Blick auf die Befreiungshalle. Kurz vor dem Kloster erreichen wir den "Donaudurchbruch" -
wo sich die Donau durch steile, bis zu 80 Meter hohe Felswände, schlängelt und einen atemberaubenden Anblick für Besucher bietet. Sie ist hier nur 80 Meter
breit und dafür 17 Meter tief. Kurz danach erreichen wir Kloster Weltenburg. Das Kloster ist eine Benediktinerabtei und wurde bereits 617 gegründet - ein
wirklich imposantes Bauwerk. Das Kloster beherbergt die römisch-katholische Kirche St. Georg. Selten habe ich in einem Sakralbau derart viel Prunk gesehen.
Man darf allerdings nicht darüber nachdenken, woher die Kirche das viele Geld zum Bau hat. Wir testen auf jeden Fall einige der im Kloster gebrauten Biere.
Das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ wurde mehrmals mit dem „World Beer Cup“ als bestes Dunkelbier der Welt ausgezeichnet - das können wir bestätigen - ein
wirklich leckeres Gebräu. Gegen 16:30 nehmen wir das Schiff zurück nach Kehlheim.
Wolfgang würde am liebsten noch zu Befreiungshalle fahren - hat aber leider
keine Gleichgesinnten. Zum Essen gehen wir ins "Weises Brauhaus", was an die bekannte Schneider Weisse gebraut wird. Heute greifen Paul und ich allerdings
bei der Essensauswahl daneben. Wir bestellen Tellersülze mit Bratkartoffeln. Im Prinzip liegen mehere dünne Scheiben Schweinebraten auf einem Suppenteller, garniert
mir Gurkenwürfeln, Morrübenstreifen sowie Zwiebelstückchen. Das alles ungewürzt und mit einem Essig-Gellatine-Gebräu übergossen - der totale Reinfall - zumahl wenn ich
die an den Nachbartischen servierten Haxen sehe - o.k. man kann nicht immer Glück haben. Ehe es ins Bett geht werden in einer netten Bar noch einige
"Long Island Ice Tea" und "Pina Coladas" geschlürft.
Die vorletzte Etappe führt heute am Main-Donau-Kanal und der Altmühl bis nach Berching. Einige wenige Kilomter vor Riedenburg erscheint zur Rechten die
imposante "Burg Prunn". Sie liegt auf einem steil abfallenden Kalkfelsen und ist knapp tausend Jahre alt. In Riedenburg ist die erste Rast auf dem
Marktplatz angesagt. Die Tanks werden mit Halben und Radlern aufgefüllt. Weiter geht die Radlerei bis Beilengries. Hier ist "Eiszeit" angesagt. In einer
kleinen Eisdiele werden super Eisbecher angeboten - da kommen wir nicht vorbei.
Die letzte Rast vor dem Ziel ist Plankstetten, wo wir die "Benediktinerabtei Plankstetten" finden. Das angebotene Bier aus dem "Riedenburger Brauhaus" kann uns
jedoch nicht überzeugen - alles zu sehr auf ÖKO getrimmt. Unser heutiges Hotel "Zur Blauen Traube" befindet sich direkt im Zentrum der kleinen Statdt Berching.
Die Stadt hat dahingehend eine Besonderheit, dass sie komplett mit einem vollständig erhaltenen Mauergürtel bzw. Stadtmauer umgeben ist. Den schauen wir uns natürlich
an. Teilweise ist die Stadtmauer sogar begehbar - ähnlich wie im bekannten Rothenburg o.d.T. - wirklich Klasse. Der äußere Teil der Mauer ist mit einer sehr
gepflegten Grünanlage umgeben. Zurück in der Blauen Traube ist Essenszeit - heute gehe ich keine Kompromisse ein und bestelle Schnitzel mit Kartoffelsalat -
typisch bayerisch - gut und preiswert. Auch heute haben wir wieder knapp 60 Kilometer absolviert. Alle (bis auf Wolfgang) sind geschafft und so ist bereits um 21:30
Nachtruhe angesagt. Morgen soll es regnen .....
Andere Gegenden - andere Sitten. Alle Gäste des Hotels werden von der Cheffin höchstpersönlich darauf hingewiesen, das die kleinen Gabeln am gedeckten Tisch für
das Buffett zu benutzen sind. O.K. machen wir also auch. Das Frühstück ist gut. Der Blick aus dem Fenster verrät jedoch nichts Gutes - wir angekündigt regnet es.
So kommen bei allen erstmals die mitgeführten Regenklamotten zum Einsatz. Am Ende des verregneten Tages werden wir wieder in Nürnberg sein. Es gibt zwei Möglichkeiten
um nach Nürnberg zu kommen - entweder am Main-Donau-Kanal entlang oder am Ludwig-Donau-Main Kanal. Wir entscheiden uns für die zweite Variante, denn sie entspricht
auch dem Orginal Fünf-Flüsse-Radweg. Das nächste Ziel ist das 25 Kilometer entfernte Neumarkt in der Oberpfalz.
Wir sind keine 10 Kilomter unterwegs, als Paul
die Hand hebt und eine Panne am Hinterreifen meldet. Die Luft scheint nur sehr langsam zu entweichen und so entschließen wir uns, erstmal aufzupumpen. Etwa jeden
Kilometer müssen wir das Spiel wiederholen. In Mühlhausen soll eine Fahrrad Werkstadt sein. Die steuern wir an. Doch Pech - der Innhaber ist zum Arzt und so geht
es weiter mit der Pumperei - es giest in Strömen und wir hoffen noch bis nach Neumarkt zu kommen, wo wir die nächste Bike-Werkstatt gegugelt haben. Die hat
zum Glück auch offen - ein netter junger Typ begrüßt uns. No Problem - Pauls Bike wird repariert und wir können uns etwas aufwärmen - der ständige Regen bei Temperaturen
um 12 Grad kühlt die Körper zienlich aus. Paul zahlt 20 Okken und wir können die Tour fortsetzen. Jetzt suchen wir in Neumarkt erstmal eine Gaststätte um etwas Warmes
zu Essen. Die ist schnell gefunden - im Gasthaus "Mittlere Gans" - fest in Türkischer Hand. Wir bestellen 5 Gulaschsuppen - der Kellner kommt zurück und meint - nur
noch 3 da - also drei + 2 Hühnersuppen. Die Gulaschsuppen kommen wenig später - man kann bis auf den Boden sehen und bei Fleisch ist nahezu Fehlanzeige. Wahrscheinlich
war nur noch eine Suppe da, die dann auf drei gestreckt wurde. Schmeckt nach irgendwas - nur nicht nach Gulasch - aber ist wenigstens warm.
In Ochenbruck,
einem Vorort von Feucht, finden wir eine geniale Bäckerei. Es Gibt gigantische Zwetschken-Datschie und Apfelstrudel + guten Kaffe - die Pause tut gut. Die restlichen
10 Kilometer bis Nürnberg fahren wir mit Google-Maps und sind erstaunt, welche schönen Wege mitten im Wald wir noch zu sehen bekommen. Gegen 16:30 sind wir wieder
im Novina-Hotel Nürnberg. Um 18:00 verabschieden wir Paul, der noch bist Berlin will, wo am nächsten Tag eine Familienfeier stattfindet. Die anderen bleiben noch
eine nacht in Nürnberg. Waldi und ich gugeln das kleine vietnamesiche Restaurent "kim Chung". Hier wollen wir zum Abendessen hin. Und das Restaurant ist mal
wieder ein Volltreffer - ich habe lange nicht so gut asiatisch gegessen. Zurück im Hotel fassen wir noch ein Halbes und einige kleine Absacker - Guts Nächtle -
die 6 Tage mit den Jungs waren wieder mal toll und wir freuen uns schon auf das kommende Jahr. Es soll nach Kappeln an die Schlei gehen, wo wir einige Tages radeln
wollen und einen Segeltörn auf der Ostsee geplant haben.